D i r k  B e c k e d o r f

Worum geht es mir ?

Malen ist mir eine Herzensangelegenheit, „a love affair“ mit Farben und Pinseln. Ich male auf dem Boden, knieend vor dem ausgebreiteten handgeschöpftem Papier oder auch der Leinwand mit viel Wasser, Schwamm, Sprühflasche in vielen Schichten. Häufig entstehen meine Arbeiten in der Natur, unter einem Baum oder vor einer Blüte, im Garten in der Lüneburger Heide, im Wald, im italienischen Umbrien, an vielen Plätzen. Unter der heißen Sonne, im Wind. Immer wieder zieht es mich zu den gegenständlichen Motiven, Bäumen, Blättern, Kranichen, Schwänen und Schmetterlingen. Vielleicht auch, weil sich in meinen Augen etwas von dem Wesen einer Pflanze oder eines Tieres (oder eines Menschen, aber die male ich kaum) in seiner Gestalt offenbart. Indem ich diese Gestalt malerisch zu erfassen suche, verbindet sich etwas in mir mit dem Wesen des Gegenübers, Maler und Gegenstand werden in Momenten eins.

Im Grunde geht es mir um das Licht, wie es sich in der Materie entfaltet. Und vielleicht hat es niemand treffender als Goethe in seiner Farbenlehre in Worte gebracht: "Die Farben sind Taten des Lichts, Taten und Leiden"

 

Das oben präsentierte Foto stammt aus der Ausstellung „Lichtblicke“ im Juli 2021 in der Börjerscheune in Worpswede. Die Kraniche, in der östlichen Mythologie Vögel des Glücks und Paradieses, machen auf ihrem Zug vom Norden zu den Brutgebieten im Süden zu 1000senden in den Moorgebieten um Worpswede Station. Mittlerweile brüten auch viele Paare hier. Ihren Ruf zu hören und sie zu beobachten, ist eine besondere Freude.


Dr. med. Dirk Beckedorf wurde 1958 in Hannover geboren. Er malt sein Leben lang.

 

Während des Medizinstudiums in Göttingen war Dirk Beckedorf Gasthörer an der Gesamthochschule Kassel im Bereich Freie Malerei bei Prof. Kausch. In Bremen wurde er Facharzt für Innere Medizin. Es folgte die Weiterbildung zum psychoanalytischen Kunsttherapeuten in Hannover und die Zusatzausbildung in Audio-Psycho-Phonologie bei Prof. Alfred Tomatis in Paris. Seit 1993 arbeitet er in eigener ärztlicher Praxis in Bremen mit der Systemischen Hörtherapie, als Kunsttherapeut und Psychotherapeut. Seit 2001 nahm er an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In-und Ausland teil.



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